"Vasos
comunicantes" - Nürnberger Nachrichten - 26.04.2010
Pressestimme zu Vasos Comunicantes am Staatstheater
Nürnberg
In Nürnberg feierte Goyo Monteros neues Stück „Vasos
Comunicantes“ seine umjubelte Premiere.
Die reine Schönheit des Tanzes beschwört Goyo Montero in
seiner Produktion „Vasos Comunicantes“, die im Nürnberger
Opernhaus ihre stürmisch gefeierte Premiere erlebte. Zur
Musik von Bach präsentierte sich ein fantastisch gutes
Ensemble in Hochleistungsform.
Für viele Tanzfreunde dürfte dieses Stück eine große
Sehnsucht erfüllen: Schon lange hat man in Nürnberg nicht
mehr derart klassisch geprägtes Ballett gesehen. Die
Spitzentanz-Nummern, die der neoklassisch geschulte
Ballettchef erstmals in Nürnberg einbaute, sind da nur eine
Facette.
Das Tempo ist vom ersten Moment an hoch, in dem die Tänzer
raubtiergleich vom Orchestergraben die Bühne erstürmen.
[...]
Tanz, Musik und Licht verbinden sich hier zu einem eng
miteinander verflochtenen Gesamtkunstwerk. Taktgeber ist
Johann Sebastian Bach. Und es scheint fast so, als hätte
Montero, der spanische Tanzästhet mit dem unbedingten
Stilwillen und dem Hang zur Perfektion, in dem Meister der
musikalischen Abstraktion einen Geistesverwandten gefunden.
Die Musiker sind als Partner auf der spiegelnden Bühne
platziert, auf der Lichtquadrate und –gassen das Bild der
„kommunizierenden Röhren“ flexibel aufgreifen (Lichtdesign:
Montero, Olaf Lundt). Zuerst erklingen Bachs Stücke auf der
Violine (Bernd Buss), dann auf der Gitarre (Barbara Puppa
Hennerfeind), schließlich auf dem Klavier (Rita Kaufmann).
Jedes Instrument hat seine eigene Lichtfarbe, mit der die
den Tänzern auf den Leib geschneiderten strengen Kostüme
(Montero, Verena Hemmerlein) korrespondieren – schwarz-weiß
für Violine, dramatisches rot-schwarz für die Gitarre,
helle blaue Weite für das Klavier. Am Ende fließt alles in
einer großen Synthese zur Chaconne aus der Partita No. 2 zu
einem mitreißenden Ganzen zusammen. Das ist überaus stimmig
und wunderschön anzusehen. [...]
Als Tanzfest ein großartiges Ereignis.
Regina Urban
Musikalisches Feuerwerk
(Augsburger
Allgemeine Zeitung / Rieser Nachrichten) 10.Juli
2009
Reimlingen (hs)
- Beim „Spanischen Abend“ auf
der Kleinkunstbühne in den Hütten des Reimlinger Schlosses
gestalteten drei Andalusienbegeisterte das Programm: Da war
Erik Weisenberger, der Flamencogitarrist, der hoch sensibel
den Tanz beobachtet, auf jeden Tempowechsel der Bewegung
eingeht und in jedem Augenblick genau weiß, welches
musikalisches Fundament die Tänzer benötigen.
Unterstützung findet er dabei häufig durch Barbara
Hennerfeind, der Konzertgitarristin, Sängerin, Erzählerin
und abschnittweise auch Tänzerin. Mit ihrer nuancenreichen,
klaren, kräftigen Stimme gestaltet sie die Lieder,
selbstverständlich in deren Originalsprache, übernimmt die
Moderation und sorgt für das nötige Maß an hintergründigem
Humor.
Für den tänzerischen Schwerpunkt mit farbenprächtigen
Kleidern steht Manuela de Cartuja, die bestens geschulte
Tänzerin aus Leidenschaft, die sich ihre Flamencoelemente
in vielen hochgradigen Zentren des südlichen Spaniens
erarbeitet hat. Mit ihr schließt sich der Ring aus
Instrumentalmusik, Gesang und Tanz zum Flamenco, der alle
drei Elemente umfasst.
Im ersten Teil waren Beispiele aus den verschiedenen
Provinzen Andalusiens zu sehen und zu hören. Von spanischer
Folklore, Sevillanas, bis zu speziellen Ausprägungen des
Flamencos.
Der zweite Abschnitt zeigte die verschiedensten Spiel- und
Tanzweisen. Bemerkenswert vor allem eine Soleá por Buleria
(Manuela de Cartuja), die enorme Beintechnik erfordert. Im
letzten Abschnitt tanzte Manuela einen Fandango, einen
Singtanz mit Kastagnettenbegleitung. Es folgte „La
Llorona“, ein Lied über eine Legende aus Mexiko, dann ein
virtuoser Tanz (Alegra), „O dschipen“, ein Zigeunerlied und
ein andalusisches Jagdlied (Lied mit Tanz im Duo, Barbara
mit Manuela). Als Zuschauer und Zuhörer erlebte man bei
„Grupo
Danzaluna“ die
Vielgestaltigkeit des Flamencos, seine Ursprünge und
Ausprägungen, Tiefe und Dramatik, seine Leichtigkeit und
Schwermut.
Rhythmus am lauen Sommerabend (Main - Echo Dienstag 23.
Juni 2009)
Museumshof: Das Duo Agua y Vino brachte spanisches
Flair nach Miltenberg - Gesang, Tanz und Gitarre als
Einheit
Miltenberg.
Gesang, Händeklatschen, Tanz und Gitarrenbegleitung –
Flamenco in Reinkultur haben am Samstagabend zwei deutsche
Künstler mit einer Authentizität geboten, die man sonst nur
Spaniern zutraut: Sie verwandelten den Museumshof in
Miltenberg in einen andalusischen Festplatz. Schnell gaben
die Zuhörer ihre nordeuropäische Zurückhaltung auf und
ließen sich vom südlichen Temperament anstecken. Den Abend
mit dem Duo Agua y Vino (Barbara Hennerfeind und Erik
Weisenberger) hatte Birgit Funk veranstaltet.
Ausdrucksvoll und facettenreich Es war
viel mehr Wein als Wasser, was Hennerfeind hat mit ihrer
ausdrucksvollen und facettenreichen Stimme bot, mit einem
Rhythmusgefühl, das ihr im Blut zu liegen scheint, und mit
ihrer perfekten Beherrschung von Gitarre und Kastagnetten,
denen sie ein verblüffendes Spektrum von Klangfarben
entlockte.
Der Flamencogitarrist Erik Weisenberger bildet die ideale
Ergänzung mit seinem Spiel, das ohne sichtbare Anstrengung
alle Tempo- und Dynamikwechsel mitging und mit einem
eindrucksvollen Klangteppich die Basis für die
beeindruckende Performance von Barbara Hennerfeind legte.
Sie tanzte mit viel Eleganz, mitreißendem Temperament und
eindrucksvoller Präzision auf den Holzpodien – mal im
hellen Flamencokleid mit den typischen Rüschen, mal im
streng-eleganten Hosenanzug.
Mit der Rumba „El Payo“ begann das Programm, das
Schauspieler Peter Hub, Textvorträgen abrundete. Denn
spanische Kultur besteht natürlich nicht nur aus Musik und
Tanz, die Literatur gehört unabdingbar dazu. Von der
spannenden Erzählung „Royal Rojin und der Tod auf der
Wildschweinjagd“ bis hin zu Gedichten aus Federico Garcia
Lorcas „Romancero Gitano“ – es waren Texte, die Anflüge von
Pathos genau so enthielten wie selbstironische und witzige
Einschübe, Texte, die Hub ohne Übertreibung und mit
natürlicher Ausdruckskraft facettenreich interpretierte und
dabei ohne Mikrophon den Museumshof füllte.
Ob sich in „Anda Jaleo“, einem Jagdlied, Lorcas
Zerrissenheit in Worten und Tönen spiegelt, ob in „Hijo de
la luna“ eine Zigeunerin ihre Kinderlosigkeit beweint, ob
Hennerfeind und Weisenberger in „Suspiro del Moro“ mit dem
„Seufzer des Mauren“ an das Ende der maurischen Herrschaft
in Spanien erinnerten: Es war ein rundum gelungener lauer
Sommerabend, der tatsächlich Spanien in das Schnatterloch
zauberte. (Dr.Heinz Linduschka)
Leidenschaft im Takt der Kastagnetten (SW-Tagblatt, 11.
März 2009)
Mit Flamenco in den Kulturfrühling
Scheinbar hatten die
Organisatoren des Wernecker Kulturfrühling geahnt, dass der
fränkischen Seele nach einem wieder mal richtig kalten
Winter ein bisschen Wärme gut tut. Und hatten zum Auftakt
der diesjährigen Veranstaltungsreihe mit dem Flamenco-Duo
„Agua y Vino“ den tiefen Süden Spaniens
und seine feurige Musik auf die Bühne im vollbesetzten
Casino von Schloss Werneck geladen.
Mit großer Leidenschaft, die ihre Liebe zum Flamenco spüren
lässt, nehmen die Sängerin und Gitarristin Barabara
Hennerfeind und der Flamencogitarrist Erik Weisenberger das
Publikum mit auf eine Reise in die rhythmusbetonte Musik
der Andalusier und Zigeuner Spaniens, bei der es nicht
schwer fiel, das nasskalte Schmudelwetter für einen
Augenblick zu vergessen.
Mal sehnsüchtig, mal wehmütig singt Hennerfeind mit
kraftvoller und ausdruckstarker Stimme von großen Gefühlen
und lässt die Bühne mit ihrem temperamentvollen und
spannungsgeladenen Flamenco-Tanz erzittern. Ruhender Pol im
Hintergrund ist Erik Weisenberger, der seine Finger virtuos
auf den Gitarrensaiten tanzen lässt und den fein gewebten
Klangteppich entfacht, auf dem sich Tanz und Gesang
entfalten können.
Atemberaubend sind die vielfältigen Ausdrucksformen, mit
denen Hennerfeind das Publikum in ihren Bann zieht. Da
klackern die Absätze bei rasenden Schrittfolgen, klatschen
die Hände, kreist grazil der Fächer und rauscht der Saum
des farbenfrohen Kleides. Ein Genuss für Augen und Ohren,
den Hennerfeind mit charmant und witzig eingestreuten
Erklärungen noch zu steigern versteht.
So etwa mit ihrer Einführung in das Kastagnettenspiel, bei
dem die löffelförmigen Hölzer so fest angelegt werden
müssen, dass die Daumen rot anlaufen, weshalb die Tänzerin
„dabei immer so guckt“. Dass man das „tatsächlich lernen
muss“, stand nach der anschließend aufgeführten Malaguena,
die von einem grandiosen Kastagnetten-Staccato begleitet
wurde, außer Frage. Schließlich gingen beide Künstler auch
in Andalusien bei Altmeistern der Flamenco-Kunst in die
Schule.
Mit seiner beeindruckend vielseitigen Mischung von
„Spanischer Folklore, Flamenco und Gipsy Music“ trug das
Ensemble im Verlauf des Abends auch den verschiedenen
kulturellen Einflüssen auf den Flamenco Rechnung. Eine
Stilbreite, die sich von Versen des spanischen Dichters
Federico Garcia Lorca, der tragischen Ballade „Hijo de la
Luna“, über südamerikanisch geprägten Flamenco bis zu einer
Farruca – einem ursprünglichen Männertanz und der Musik der
Sinti und Roma spannte. „Tu djajal“, „Du bist gegangenen“,
singt Hennerfeind in ihrer Sprache ein Lied des
verstorbenen Sinti-Jazz-Geigers Schnuckenack Reinhardt ...
(Gerald Gerstner)
Kulturpackt Gala am 30.Dez
2008 (Mainpost, 2.Jan 09)
.........Barbara Hennerfeind
und Erik Weisenberger an der Gitarre entführen als
„Agua y Vino“ in die rhythmusbetonte Welt
des Flamenco: Mit Gesang, Tanz und Kastagnettenwirbel
zelebrieren beide eine spanische Rhapsodie der Lebensfreude
mit furiosem Finale........
Südliche Rhythmen beim
Kulturfinale.
Duo Tedesco begeistert mit feuriger Gitarrenmusik
zum Abschluss der Volkacher Kulturwochen. (Nov 2008)
Im Mittelpunkt der rund
zweistündigen Musikgala standen die beiden Gitarristinnen
Barbara Hölzer und Barbara Hennerfeind, die das Publikum
mit ihren rhythmusbeldadenen spanisch-lateinamerikanischen
Gitarrenklängen regelrecht in den Bann zogen.
Mit ihrem Programm entführten die Künstlerinnen das
Auditorium in eine Welt der Leidenschaft, Emotionen und
mediterraner Lebenslust. Pulsierende Kastagnetten und
leidenschaftlicher Gesang umhüllten den Konzertsaal mit
einem Hauch von Liebe, Freude und Freiheit. Fröhliche
Dur-Klänge hatten die Oberhand, doch auch schmerzliche
Gefühle wie Liebeskummer durften nicht fehlen.
Heiße Sambaklänge des brasilianischen Komponisten Celso
Machado heizten schon bei der Ouvertüre die Atmosphäre
gehörig auf. Beherzt ließ das Duo einen spanischen Paartanz
von Len Williams folgen. Mehrere Minuten durften die
Zuhörer den Bossa-Nova-Rhythmen lauschen, die
Arrangeur Horst Großnick einst bei einer Tasse Cappuccino
zu Papier brachte. Beim spanischen Tanz „Malaguena“ von
Georg Rist ließ Barbara Hennerfeind ihre Kastagnetten in
atemberaubendem Tempo erklingen. Werke des Tangomeisters
Astor Piazzolla komplettierten die erste Konzerthalbzeit.
Danach schlugen die Musikerinnen kurzzeitig den Weg der
Stille ein. Mit der „Romanze“ aus dem 19. Jahrhundert des
spanischen Komponisten Fernando Sor und dem Intermezzo“ von
Manuel Ponce schienen die Gitarristinnen ihre „Akkus“
wieder aufzuladen, um das südländische Feuer anschließend
mit dem „Danza de la paloma enamorada“ von Athualpa Yupanki
neu zu entfachen. Den schottischen Sommer brachte Barbara
Hölzer mit einem virtuosen Solo von Horst Großnick nach
Gaibach. Ein Stück zum Munter werden war der „Beat of Santa
Rosa“ von Klaus Schindler.
Die grüne Farbe Andalusiens stand im Blickpunkt des Stückes
„Verde“ des patriotischen Komponisten F.G. Lorca. „Danza
del molinero“, der spanische Müllertanz von Manuel de
Falla, erklang im zweistimmigen Melodienkleid. Die
Geschichte vom Mond, der ein kleines Kind wiegt, erzählten
die beiden Zupfgitarren bei José M. Canos „Hijo de la
luna“. Siegfried Behrends Stierkampfmusik beendete die
kurzweilige musikalische Reise erst einmal. Nach langem
Applaus gab es noch mehrere Zugaben.
Peter Pfannes
CD Besprechung aus
„Concertino, Das Magazin für Gitarre, Mandoline und Laute (
3/ 2008)
Sounds of Spain – Duo Tedesco
Das „Duo Tedesco“ tritt hier in
neuer Zusammensetzung auf: Barbara Hölzer & Barbara
Hennerfeind sind die neuen Partner und was sie vorlegen,
weckt Begeisterung. Das Programm ist abwechslungsreich und
anspruchsvoll zusammengestellt, die künstlerische
Ausführung auf höchstem Niveau............
Die beiden Künstlerinnen sind blendend auf einander
eingestellt. Bei einzelnen Stücken treten mit Gesang
Michael Gründel und Barbara Hennerfeind hinzu. Im Duo
Tedesco versprühen Gitarre, Gesang und Kastagnetten
Lebensfreude pur.
"Man ist nie zu alt für
Märchen" (Mainecho 1.Dez 08)
Lesung Elmar Gunsch und
Barbara Hennerfeind nehmen in Miltenberg ihre Zuhörer mit
ins "Reich der Phantasie" (Mainecho 1.Dez 08)
Miltenberg Laut wurde es an diesem Abend im Bürgersaal des
Alten Rathauses nur einmal: Ganz am Anfang, als Elmar
Gunsch mit kräftiger Stimme das "Laut ist diese Welt"
anstimmte, nur ganz kurz und fast schon entschuldigend, um
dann tröstlich zu versichern, dass die nächsten zwei
Stunden etwas ganz anderes bringen: eine einfühlsame Reise
ins Reich der Phantasie.
Der 77-Jährige bot ein Programm aus literarischen Texten
und Textfragmenten, in denen es vor allem um eines ging: um
die Einstimmung auf Seelenzustände, um Ruhe, Gelassenheit
und darum, auch Erwachsenen wieder den Schatz der Phantasie
aufzuschließen; zusammengefasst in den Worten des
libanesischen Dichters Khalil Gibrans: "Wer die Tages
seines Lebens nicht auf der Bühne der Träume verbringt,
wird ein Sklave der Zeit sein."
Kleine Szenen voller Dramatik
Zeitnot, Hektik, Hetze - konnten bei Gunschs Präsentation
nicht aufkommen. Im Gegenteil: Er mischte auf der Bühne, in
einer Art Ohrensessel sitzend oder im schwarzen Gehrock
gelassen an einem Pult stehend, Texte von Gibran mit
Balladen, indische und jiddischen Märchen und las
hintergründig-witzige Kinderbriefe an den Weihnachtsmann
vor, die mehr über das Weihnachtsfest verrieten als manchem
Erwachsenen lieb sein dürfte. Die Texte inszenierte er
immer wieder als kleine Szenen voller verhaltender Dramatik
und innerer Spannung.
Klänge zum Nachklingen
Ganz unverzichtbar an diesem Abend für die Einstimmung in
die hoffentlich tatsächlich ruhige und besinnliche Zeit war
das Gitarrenspiel der Barbara Hennerfeind. Sie wob mit
ihrem sensiblen, technisch perfekten und sehr
ausdrucksvollen Spiel einen roten Faden durch den Abend,
verband die oft etwas bruchstückhaften Texte zu einem
schlüssigen Gesamtbild. So gab sie den Zuhörern die
Gelegenheit, die Geschichten, Gedichte und Märchen in sich
nachklingen zu lassen und das aufzunehmen.
Musikalische Kontrapunkte
Wie gut das Zusammenspiel von Gunsch und Hennerfeind
funktioniert, war immer dann zu spüren, wenn Hennerfeind
ihre Klangteppiche unter die Worte Gunschs legte, mal
kleine Kontrastpunkte zu den Texten setzte, meist aber
Stimmungen und Atmosphäre der Worte zusätzlich betonte.
Ein ruhiger, dennoch kurzweiliger Abend - nachdenklich,
harmonisch und tatsächlich - wie die Organisatorin Birgit
Funk am Beginn versprochen hatte - „leise Worte in einer zu
lauten Zeit“. Dem Publikum im Bürgersaal hat es sehr
gefallen.
Heinz Linduschka
Den Auftritt von Elmar Gunsch im Alten Rathaus, in
Miltenberg, zusammen mit der klassischen Gitarristin
Barbara Hennerfeind, nahm die ARD zum Anlass ein paar
Ausschnitte aus dieser Veranstaltung mitzuschneiden. Das
ist Teil eines halbstündigen Portraits, das die ARD unter
dem Titel "höchstpersönlich Elmar Gunsch" am 20.12.08 um
14:03 über die ARD-Sender ausstrahlt.
Temperamentvolle Show riss
die Zuschauer mit (Mittelbayerische Zeitung, 20.Okt 08)
Kelheimer Kulturtage
Kastagnetten klackern, Hände
klatschen, Füße stampfen im Takt, die temperamentvolle Show
der Würzburger Gruppe "Danzaluna" reißt
die Zuschauer mit. Einen tiefen Einblick dazu gaben die die
Interpreten im vollbesetzten Jugendstilsaal im Gasthaus Zum
Schwan.
Mit ihren Liedern und Tänzen aus Andalusien setzen sie
einen funkelnden Mosaikstein in das Gesamtbild der
Kelheimer Kulturtage. Es war ein Augen- und Ohrenschmaus,
der die Kelheimer von Beginn an in seinen Bann schlug und
die "Olé-Rufe" bis zur Strasse ertönen ließ.
Als Meisterin des "Cante" - des Gesangs als Grundlage des
Flamenco - zeigte sich die Gitarristin Barbara Hennerfeind
mit ihrer kraftvollen und ausdrucksstarken Stimme. Ihr
kongenialer Partner war der Flamencogitarrist Erik
Weisenberger, der mit seinem intensiven, virtuosen Spiel
den feinen Klangteppich wob, auf dem sich der Rhythmus und
"Baile", der Tanz als Zentrum des Flamenco, zu voller Blüte
entfalteten.
"Wir Spanier leider sehr gerne im Flamenco" sagte
Flamencotänzerin Manuela de Cartuja, die als charmante
Moderatorin durchs Programm führte. So bestimmten
Liebesleid und Leidenschaft, Eifersucht, Wut und
Abschiedsschmerz, aber auch die Freude die Skala der
Gefühle. Die Besucher erlebten Stimmungen, deren Rhythmen
die beiden Tänzerinnen, Manuela de Cartuja und Barbara
Hennerfeind in atemberaubendem Staccato in die Bühne
stampften.
Das Gitarren-Duett entzündete mit spanischen und
lateinamerikanischen Werken ein farbenfrohes Feuerwerk. ...
Romantische Melodien, südamerikanische Canciones und
iberische Lieder wechselten in südländischem Temperament.
Eine weichere, melodiösere Form des Flamenco zeigte
Danzaluna in ihren "Ida y vueltas" aus Südamerika, so
bezeichneten Gesängen, die von Spanien nach Südamerika
gebracht wurden und von dort verändert zurückgekommen sind.
In einen wahren Rausch der Lebensfreude tanzte sich "La
Manolita" bei den Alegrias: Ein fröhlicher Abschluss des
spanischen Abends, der mit seinem Titel "Fascinación
Flamenco" in jeder Weise gerecht geworden war.
(Edith Vetter, MZ)
Konzert "Agua y Vino" 13.
Okt 07, Geltersheim (Mainpost, Okt 2007)
Stolz wie eine Spanierin
(ve) Die Ode an Andalusien, erzählt die Geschichte eines
scheinheiligen Mädchens, der Tarrara. So beginnt ein
atemberaubender Abend mit Flamenco und Zigeunermusik in den
Gaden in Geltersheim. Barbara Hennerfeind, stolz wie eine
Spanierein, legt einen ausdrucksstarken Flamenco nach dem
anderen auf's Parkett oder untermalt ihren Gesang mit
technisch perfektem Kastagnetten-Staccato. Erik
Weisenberger begleitet an der Gitarre. Er bildet den
ruhenden Pol, vor dem sich Hennerfeind entfalten kann. Sie
singt vom Liebesleid und -weh des einfachen Mannesund von
"El Vito", dem "dummen August" aus Cordoba, der behauptet
unverheiratete Frauen seien aus Gold, verheiratete aus
Silber...und dann gäbe es noch andere (Edel-) Metalle.
Flamenco ist eine Schöpfung der spanischen Zigeuner. Aber
eigentlich "komme er wohl aus Franken, so wie das Publikum
mitgehe" und am Ende der Strophen beigeistert ruft :"¡Olé"!
"Duo Agua y Vino" bei der
KulturPakt-Gala 2006 (Mainpost, 2.Jan
2007)
....Die Sängerin und Tänzerin
Barbara Hennerfeind und Erik Weisenberger (Flamencogitarre)
entfachen als "Agua y Vino" mit ihrer temperamentvollen
Show wahre Applausstürme: Mit einer andalusischen
Sevillana, einer funkensprühenden Guajira oder einer
Adaption von "My way". ....
Faszination Flamenco
(Augsburger Allgemeine Zeitung, 8.Mai
2006)
Grupo Danzaluna gibt
Einblick in die spanische Seele
(gne) Einen tiefen Einblick in
die spanische Seele gab die Würzburger Flamencotruppe Grupo
Danzaluna am Freitagabend im vollbesetzten Gewölbekeller im
Meyer's Keller. Mit ihren Liedern und Tänzen aus Andalusien
setzten sie einen funkelnden Mosaikstein aus Südeuropa in
das Gesamtbild der Rieser Kulturtage.
Als Meisterin des "Cante" - des Gesangs als
Grundlage des Flamenco - zeigte sich die, aus Reimlingen
stammende Sängerin und Gitarristin Barbara Hennerfeind mit
ihrer kraftvollen, ausdrucksstarken Stimme. Ihr kongenialer
Partner war der Flamencogitarrist Erik Weisenberger, der
mit seinem intensiven, virtuosen Spiel den feinen
Klangteppich wob, auf dem sich Rhythmus und "Baile" der
Tanz als Zentrum des Flamenco zu voller Blüte entfalteten.
"Wir leiden sehr gerne im Flamenco", sagte Flamencotänzerin
Manuela de Cartuja, die als charmante Moderatorin
durchs Programm führte. So bestimmten Liebesleid und
Leidenschaft, Eifersucht, Wut und Abschiedsschmerz die
Skala der Gefühle, aber auch Freude. Stimmungen, deren
Rhythmen die beiden Tänzerinnen Manuela de Cartuja und La
Carmencita in atemberaubenden Staccato in die Bühne
stampften.
Im romantischen Ambiente des alten Gewölbekellers
interpretierten die Flamencotänzerinnen mit eleganten
Handbewegungen, fliegenden, farbenprächtigen Kleidern und
wirbelnden Füßen meisterhaft die wehmütigen,
sehnsuchtsvollen Melodien. Ein Augen- und Ohrenschmaus, der
die Besucher von Beginn an in seinen Bann schlug. Versehen
mit Hut und in langen Hosen begeisterte La Carmencita mit
unbewegtem Gesichtsausdruck und unglaublicher
Körperspannung in einer männlichen Form des Flamencos, in
der sie atemberaubende Fußarbeit bei absolut ruhigem
Oberkörper demonstrierte.
Im Laufe des Programms, bei dem sich auch Barbara
Hennerfeind als hervorragende Tänzerin präsentierte, trugen
die vier Künstler den verschiedenen kulturellen Einflüssen
auf den Flamenco Rechnung. Im "Seufzer des Mauren" schufen
die beiden Instrumentalisten eine faszinierende, mit
arabischen Harmonien versehene, melancholische Klangwelt.
Aus Respekt für den Einfluss der Zigeunermusik auf den
Flamenco widmeten Barbara Hennerfeind und Erik Weisenberger
dem kürzlich verstorbenen Geiger Schnuckenack Reinhardt ein
Lied.
Eine weichere, melodiösere Form des Flamenco zeigte Grupo
Danzaluna bei ihrer "Guajira" aus Südamerika, so
bezeichnete Gesänge die von den spanischen
Konquistadoren nach Südamerika gebracht und von dort
verändert zurückgekommen waren. In einem wahren Rausch der
Lebensfreude tanzte sich die bezaubernde Manuela de Cartuja
bei der Alegrias hinein. Ein fröhlicher Abschluss dieses
spanischen Abends, der seinem Titel "Faszination Flamenco"
in jeder Weise gerecht geworden war.
Spanisches Feuer und
Leidenschaft (Kitzinger Zeitung,
29.11.2005)
Gaibach - Stehende Ovationen
und nicht enden wollende Beifallskundgebungen beendeten das
Konzert, das das Duo Tedesco Nuevo am Samstag in Gaibach
gab. Der historische Konstitutionssaal des Schlosses war
bis auf den letzten Platz gefüllt.
Die Zuhörer erlebten Gitarrenmusik vom Feinsten. Dass den
beiden Musikerinnen Barbara Hölzer und Barbara Hennerfeind
der Auftritt Spaß bereitete, kam sowohl in der Leidenschaft
der Darbietungen zum Ausdruck als auch in der Bereitschaft,
mit mehreren Zugaben den musikalischen Kreis zu schließen.
Das Duett entzündete spanischen und lateinamerikanischen
Werken ein farbenfrohes Feuerwerk. Die verschiedensten
Stilrichtungen klassischer und moderner Komponisten waren
zu hören. Romantische Melodien, südamerikanische
Canciones und iberische Lieder wechselten im südländischen
Temperament......
"Grupo Danzaluna zündet
andalusisches Feuerwerk" (Eßlinger Zeitung 17.Mai
2005)
... Manuela de Cartuja
begeisterte das Publikum mit leidenschaftlich, einfühlsam
und profesionell getanztem Flamenco. Die Konzertgitarristin
Barbara Hennerfeind, die sich als Gitarristin und Sängerin
von Rang präsentierte, brachte mit ihrer großartigen Stimme
Trauer, Freude, Verzweiflung und weitere Gefühlsfacetten
stilgerecht in Perfektion zum Ausdruck...
Erik Weisenberger komplettierte die Grupo Danzaluna als
virtuoser Gitarrist....
Manuela führte das Publikum mit Witz und Charme durch das
Programm. Sie erklärte die Hintergründe der einzelnen
Darbietungen und erführte die durch und durch begesterten
Gäste in die Welt des Flamenco. Die einzelnen Darbietungen
und das Zusammenwirken der Künstler verrieten ein großes
künstlerisches und virtuoses Potential. Das begeisterte
Publikum dankte immer wieder mit spontanem Beifall. Ein
Augenschmaus waren auch die fantastischen bunten
Gewänder.....
„Barbara Hennerfeind war
mit ihrem empfindsamen Spiel eine Zauberin..." (SZ
Kultur)
„....Sagenhaft, was die
Gitarristin da an dramatischen Tönen aus ihrem Instrument
herausholte...“ (Bad Sooden)
„...Jammernde Töne und an den Nerven zerrende
Dissonanzen bei Gruseligem von E.A.Poe, zarte Klangreigen
bei den philosophischen Märchen aus dem Libanon,
erotisierende Rhythmik bei Märchen aus 1001 Nacht – stets
trug die Gitarristin zur Verdichtung der Atmosphäre bei und
machte den Abend zu einem ästhetischen Erlebnis der
besonderen Art...“ (mit Elmar Gunsch, Zeitung Fritzlar)
"Wie bei einem Urlaub zu
Hause" (Rhein Main Presse)
Mit „Agua y Vino“ kommt selbst
Spaniern die „Tapería“ echt spanisch vor
Mit Gitarrenmusik und Gesängen von der Iberischen Halbinsel
und aus Lateinamerika ließ das Duo „Agua y Vino“ in der
engen und warmen Bodega bei den Daheimgebliebenen
Urlaubsstimmung aufkommen.....Das Duo verbreitete süße
Melancholie und legte Temperament und Lebensfreude in sein
Spiel. In Versen des Dichters Federico García Lorca, dessen
Zeilen der Musiker und Flamenco-Fan Manuel de Falla vertont
hatte rief die Sängerin bestimmt „Yo te quiero
verde...“ Südamerikanische Folklore von Jorge Cardoso und
eine Rumba von Paco de Lucia zählte ebenso zum Repertoire
des Duos, das sich gegen die strikte Trennung von
klassischen Kompositionen und folkloristischen Elementen
wehrt.
....Sie brachten traurig einfühlsam mit langgezogenen Rufen
das Leiden im Flamenco zu Gehör oder das Seufzen des
letzten maurischen Königs beim letzten Blick zurück auf die
Alhambra in Granada... Auf ein Wiedersehen freuen sich auch
Hennerfeind und Weisenberger, ....
"Funkenflug des
Flamencofeuers" (Mainpost / Karlstadt, 16.07.03)
Die Grupo Danzaluna begeisterte
im Amviehtheater......
Besser hätten die äußeren Bedingungen für einen
Flamencoabend auch in Spanien nicht sein können. Die laue
Sommernacht, die Bühne und das Ambiente des Halsheimer
Theaters waren das perfekte Arrangement für die Grupo
Danzaluna.
Von heißen Klängen – gespielt und getanzt – ließ sich das
Publikum mitreißen.....Herausragende Künstler, die nicht
nur durch Professionalität, sondern auch durch ihre Hingabe
zur Musik bestachen, zeigten eine breite musikalische
Palette, die von Gesang, Instrumentalmusik und natürlich
vom Tanz lebt. Die Scheune des Amviehtheaters bot zudem
noch eine ideale Bühne, so dass ein Stück Spanien lebendig
wurde.
Allen voran stand Flamencotänzerin Manuela de Cartuja
eindrucksvoll im Mittelpunkt des Abends. Sie verstand es
nicht nur durch ihr tänzerisches Können, sondern auch mit
ihren Erklärungen und Erlebnissen zum Thema Flamenco, die
Gäste in ihren Bann u ziehen.
Kurzweilig gestaltete sie das Programm, das immerhin zwei
Pausen brauchte, da auch die Kostümausstattung perfekt auf
den Ablauf des Abends abgestimmt war.
Neben den verschiedenen Tänzen, die immer auch eine
Geschichte erzählten, durften die Kastagnetten natürlich
nicht fehlen. Auch hier ging Manuela de Cartuja ganz auf
ihr Publikum ein und erklärte die Handhabung.
Bestechend war die Farbenpracht der verschiedenen Kostüme,
die ein wichtiger Bestandteil des Tanzes sind.
Ursprünglich, so die Tänzerin, sei der Flamenco früher
reiner Gesang gewesen, der Volksgeschichte erzählte. Später
kam die Gitarrenbegleitung dazu. Der Tanz wurde bis zu
Beginn des 20 Jahrhunderts ausschließlich von Männern
vorgetragen. Wer die Performance sah, weiß auch warum. denn
der feurig, kraftvolle Tanzstil verlangt dem Künstler jede
Menge Kondition ab....
Beim Zusehen wurde den Besuchern schnell klar, wer das
Tempo beim Flamenco vorgibt. So beobachteten die
Gitarristen stets die Fußarbeit und Bewegungsabläufe der
Tänzerin...
Durch das harmonische Zusammenspiel zwischen Begleitung und
Bewegung machte die Grupo Danzalunaausf feinste deutlich,
wie wichtig es ist, aufeinander eingespielt zu sein.
Nach mehr als drei Stunden, die wie im Flug vergingen,
bedankte sich das Publikum mit viel Applaus bei den
Künstlern.... (Kristina Ackermann)
"Spanisches Feuer läßt
Herbstgefühlen keinen Raum" (Fränkische Nachrichten,
9.10.03)
Wie die vorigen Male gelang es
Grupo Danzaluna das Publikum in der Wandelhalle von Bad
Mergentheim zu begeistern.
Schon zu Beginn ließ sich das Publikum zu Olé-Rufen
animieren und folgte gebannt den Darbietungen der Künstler.
Nach dem Einstieg mit einer folkloristischen Sevillanas,
die stilgerecht von der Tänzerin mit Kastagnetten begleitet
wurde, leitete die Gruppe mit der charmanten Moderation
Manuela de Cartujas über in die getragene Soleares. Hier
konnten sowohl die Musiker als auch die Tänzerin die
gesamte Bannbreite ihres Könnens zeigen. Musik und Tanz
waren perfekt aufeinander abgestimmt und das Publikum
konnte Trauer, Schmerz, Wut und auch das „gute Ende“
nachvollziehen.
Mit der Komposition „Danza Mora“ stellten Barbara
Hennerfeind und Erik Weisenberger ihre Fähigkeiten als
Gitarrenduo überzeugend unter Beweis....
Zum Abschluss des ersten Teils überraschte Barbara
Hennerfeind mir einer immensen Stimmgewalt, die auch die
Tänzerin zu noch weiteren Höchstleistungen
anspornte.....Kraftvoll und virtuos in der Fußarbeit,
weiblich und doch klar im Ausdruck steigerte sich das
„Lamento por Alegría“ über zehn Minuten. Flamencogitarrist
Erik Weisenberger erwies sich wieder einmal als äußerst
sicherer Tanzbegleiter und beeindruckte darüber hinaus das
Publikum mit einfühlsamen, lyrischen Passagen.
Der zweite Teil begann mit einem Solo für Tänzerin und
Stock, welcher in eine kraftvolle Farruca überging. Da
beides eigentlich Männertänze sind, erschien die Tänzerin
dazu traditionell im stilvollen Herrenanzug. Im Kontrast
dazu stand die Legende der Zigeunerin, die ein Kind möchte,
und dafür die Hilfe des Mondes (im Spanischen ist der Mond
weiblich) in Anspruch nehmen muß. Gebannt lauschte das
Publikum Manuelas Erzählung und der „Aha-Effekt“ stellte
sich ein, als die ersten Takte des bekannten Liedes „Hijo
de la Luna“ erklangen. Der ausdrucksstarke Gesang Barbara
Hennerfeinds und die innovative Gitarrenbegleitung Erik
Weisenbergers ließen die Zuhörer die Tragik dieser
Geschichte hautnah miterleben. .....
Insgesamt blieb an diesem Abend kein Raum für herbstliche
Gefühle, vielmehr war Andalusien mitten in Bad Mergentheim
zu Gast, authentisch interpretiert durch die Grupo
Danzaluna. (Norbert Klein)
"Atemberaubender Auftritt"
(Münchener Merkur, 3.11.03)
Mit feurigen Rhythmen,
glühenden Solen, raffinierter Gitarrenbegleitung und
spanischen Gesängen, .....
sorgte die Würzburger Grupo Danzaluna im Geltinger
Hinterhalt für einen stimmungsvollen Abend. Kommt der
Flamenco aus Würzburg? Nein, Flamenco ist nach wie vor eine
Vermischung von orientalischer und andalusischer Folklore,
doch die Musiker aus Franken standen ihren Vorbildern in
nichts nach. Ihre Leidenschaft für temperamentvolle und
ausdrucksstarke Flamencotänze, folkloristische Lieder und
Zigeunerballaden bekamen die Besucher der Kleinkunstbühne
hautnah zu spüren. ....Fünfmal die Woche wird geprobt, viel
Kleinarbeit bedarf es, um Musik und Tanz zu arrangieren.
Gemeinsam mit Carina la Chispa zogen sie von der ersten
Minute an das Publikum mit temperamentvoller Musik in ihren
Bann. Besonders die klackernden Schrittfolgen während der
ausdrucksstarken Tanzvorführungen raubten den Zusehern fast
den Atem.
Auch die Zusammenstellung des Programms war einmalig: So
wechselten sich Soleares, Tanguillos, Bulerias, Martinete
und Alegrias ab und ließen zwei Stunden keine Langeweile
zu.
Die Künstler, die seit 1997 zusammen auftreten, verstanden
es, den explosiven Ausdruck des Flamencos, das
Zusammenspiel von Gitarrenmusik und Bewegung, stilecht
umzusetzen und verwandelten den Hinterhalt für einen Abend
in eine andalusische Zigeunerbeize. (Klaus Nahr)
"Ein Tanz durch die Welt
der Emotionen" (Süddeutsche Zeitung,
3.11.03)
„Andalusia with fields full of
grain“das sangen die Doors 1968
in „Spanish Caravan“, einem Lied voller Sehnsucht....Noch
immer existiert diese Sehnsucht nach dem andalusische
Feuer, dem dunklen Zauber Granadas, der Liebe und dem Leid
der südspanischen Folklore. Die „Grupo Danzaluna“ erfüllte
den Zuschauern im Geltinger Hinterhalt die Sehnsucht für
einen Abend lang mit Tänzen, Gesängen und Instrumentals
Andalusiens, in denen die maurische Eroberung und die
spanische Reconquista widerhallen. Der Flamenco stand dabei
im Mittelpunkt. Manuela de Cartuja und Carina la Chispa
zeigten, welche Fülle an Emotionen dieser Tanz auszudrücken
vermag. Besonders de Cartuja durchschritt dabei sichtbar
die Dimensionen der Gefühlswelt. Während ihre Füße
machinengewehrartig den Rhythmus stampften, ihre Hände
abwechselnd den Rock wirbelten, indisch anmutende
Bewegungen vollführten, zuweilen auch die Kastagnetten
klappern ließen, wechselte ihr Gesichtsausdruck zwischen
Wut, Anmut, Stolz und tiefem Leid.
Barbara Hennerfeind spielte dazu die Rhythmusgitarre und
sang in stark elegischer Form in den Coplas – sich selbst
immer wieder unterbrechend durch die für den Flamenco
typischen Klagesilbe „Ay“ – von Liebe , Tod, Schuld und
Sühne. Die Sololäufe spielte mit lässigem Fingertanz Erik
Weisenberger, der fortwährend in sich hinein lächelnd mit
seinen Augen die Bewegungen der Tänzerinnen verfolgte.
Diese zeigten dem Publikum mit der emotionalen
Expressivität des Flamencos auch dessen enorme Stilbreite –
vom schwermütig -dramatischen Cante Jondo bis zum leichten
Cante chico. Auch Stocktänze, wie sie traditionell nur von
Männern ausgeführt werden, zeigten die beiden Damen.
Dies bedurfte eines häufigen Kleiderwechsels, während
dessen Hennerfeind und Weisenberger folkloristische Lieder
und Zigeunerballaden interpretierten, deren dramatische
Inhalte sie zuvor für das Publikum zusammenfassten. Auch de
Cartuja redete gerne und viel – sie erzählte von den
Ursprüngen des Flamenco, historische Anekdoten sowie von
der Bedeutung der einzelnen Stücke. Dabei versprühte die
stolze Tänzerin soviel kindlichen Übermut, dass die
Zuschauer sie sofort ins Herz schlossen.
Diese waren im Übrigen so glücklich über ihre Reise nach
Andalusien, dass sie bei den expressiven Tänzen unentwegt
Olé und Ay riefen und bei den melancholischen Stücken
verträumt zusahen. Auch den Applaus vergaben sie lange und
exzessiv. Ihnen zuliebe gab Cartuja am Ende noch einmal
alles. Sichtbar verausgabt und mit Schweißperlen aus der
Stirn stapfte sie den schier nicht enden wollenden Rhythmus
des Flamenco. (Alexander Bock)
"Begeisterung für die
andalusische Kunst" (Augsburger Allgemeine Zeitung,
20.11.03)
Die Leidenschaft und das Gespür
der Künstler für diese traditionelle andalusische Kunst war
mitreißend, die technische Ausführung von Gitarrenspiel,
Gesang und Tanz ausgezeichnet...
Mit großer Begeisterung wurde die Vorstellung der
Flamencogrupe „Danzaluna“ im Reimlinger Schloss vom
zahlreichen Publikum aufgenommen.....
Schwungvoll und freudig eröffneten Manuela de Cartuja und
Carina la Chispa mit einem der populärsten Tänze, der
„Sevillanas“ den Flamencoabend und steigerten bei den
folgenden Tänzen mit Rhythmus und Feuer die Technik und den
musikalischen Ausdruck. Manuela de Cartuja beschloss den
ersten Teil des Programms mit einem der technisch
anspruchvollsten Flamencos: der Alegría, die besondere
Anforderungen an die Fußarbeit stellt und erntete großen
Applaus.
Nach der Pause überraschte Carina la Chispa, die mit einem
schwarzen Anzug die Bühne betrat. Sie tanzte eine
„Farruca“, elegant und kraftvoll mit ausgeprägtem
Rhythmusteil, der ihre präzisen „Zapateados“ betonte.
Einfühlsam begleitet von Barbara Hennerfeind (Gesang und
Gitarre) und Erik Weisenberger (Gitarre), die harmonisch
aufeinander eingespielt ihr großes Können zeigten.
Barbara Hennerfeind sang einige sehr schöne Lieder, die aus
dem Leben der Gitanos erzählen. Es gelang ihr mit ihrem
Gesang „el cante“ (Die Seele des Flamenco) Gefühle,
Natürlichkeit und Professionalität miteinander zu
verbinden. Freudig erwartete das Publikum den dritten und
letzten Programmteil, in dem deutlich zu spüren war, wie
die leidenschaftlichen Darbietungen die Zuschauer
ansteckten. Es herrschte eine ausgelassene , lockere und
angenehme Atmosphäre, einer spanischen „Fiesta“
gleichkommend..... (cr/ml)